Lagerung Cahors

 Hinweise zur Lagerung

»Ich hol mal eben eine Flasche aus dem Keller.«
Ein sachgemäße Lagerung im eigens hergerichteten Weinkeller oder kostenintensiven Spezialschrank ist nur dann notwendig, wenn der Wein noch keine Trinkreife besitzt, d.h. nur dann, wenn der Wein nach der Abfüllung durch den Winzer noch gewisse Zeit - einige Jahre - lagern soll, um sein volles Aroma zu entfalten oder "noch besser" werden soll. Junge Weiß- und Roséweine mit wenig Säure sollten Sie zügig genießen, sie haben ihren Höhepunkt in aller Regel erreicht, säurereiche Weißweine gewinnen aber auch durch Flaschenreife an Qualität. Rotweine mit hohem Tanningehalt werden im Alter sanfter.
Generell gilt: Auch wenn Sie Ihren Wein auch nur ein paar Wochen lagern, sollten Sie einige Grundregeln beachten.


Möchten Sie demnach einen Wein liegen lassen, beachten Sie bitte folgendes:

  • Der Korken muss feucht bleiben, damit er dicht ist und nicht brüchig wird. Schließlich soll der Wein reifen und nicht schlecht werden. Am einfachsten erreichen Sie dies, indem sie die Flaschen in leichter Schräglage liegend lagern und für geeignete Luftfeuchtigkeit sorgen. So bleibt der Korken elastisch. Der Raum sollte nicht zu trocken sein. Wenn Sie Ihren Wein nur ein paar Wochen lagern, genügt es, ihn liegend aufzubewahren, um den Korken feucht zu halten.
  • Die Temperatur sollte etwa zwischen 9°C und 17°C liegen. Grundsätzlich vertragen Weine auch höhere Temperaturen, allerdings steigt dann die Gefahr einer Temperaturschwankung. Wird es z.B. nach einem heißen Sommer im Winter deutlich kälter, verliert der Korken an Volumen (er schrumpft leicht zusammen) – es entstehen womöglich Luftlöcher und der Wein verdirbt. Grundsatz: Je niedriger die Temperatur, desto behutsamer und besser reift ein Wein.
    Auch hier gilt: Bei einer Lagerung, die sich nur über ein paar Wochen erstreckt, sind auch höhere Temperaturen nicht schädlich - d.h. aber nicht, dass Sie den Wein der prallen Sonne aussetzen oder stundenlang im heißen Auto liegen lassen sollten.
  • Licht aus. Sowohl Sonne als auch künstliches Licht beeinflussen den Wein: Seine Farbstoffe verändern sich, er wird bräunlich. Für den Hausgebrauch gilt: Lassen Sie Ihren Wein im Karton, das sieht nicht mal schlecht aus oder legen Sie ihn an einen dunklen Ort.
  • Der Wein möchte seine Ruhe haben. Vibrationen über einen längeren Zeitraum schaden nachhaltig, weshalb auch eine dauerhafte Lagerung im Kühlschrank z.B. nicht zu empfehlen ist. Im Fachhandel sind spezielle Weinlagerschränke erhältlich, die diese Gefahr bannen.


Eine unsachgemäße Lagerung erkennen Sie z.B. daran, dass die Füllhöhe eines alten Weins deutlich gesunken ist (der Wein ist verdunstet), er bräunliche Färbung aufweist oder deutlich zu süß bzw. nach Weinessig schmeckt.